Zähne & Körper

Karies – eine Infektionskrankheit?!

Karies ist die häufigste Zahnerkrankung weltweit. Nur ca. 1 % der deutschen Bevölkerung lebt kariesfrei und verfügt über gesunde Zähne.  Wie kann das sein, dass trotz umfassender Aufklärung über Zahnpflege und Prophylaxe, auch moderne Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten immer noch so viele Menschen von Karies betroffen sind und warum Karies momentan bei Kleinkindern immer mehr auf dem Vormarsch ist ?

Jeder weiß, der Mensch kommt ‚zahnlos‘ zur Welt. Es gibt hundert verschiedene Arten von Bakterien in unserer Mundhöhle. Eine Übertragung der Kariesbakterien durch Speichelkontakt ist möglich. Kleinkinder können ‚infiziert‘ werden. Es stimmt, dass diese Keime von Mensch auf Mensch übertragbar sind.  Nicht selten werden Keime bein Küssen übertragen. Auch den Löffel sowie den herunter gefallenen Schnuller nicht abzulecken soll die Keimübertragung von den Eltern auf das Kind verhindern. Aber spricht man jetzt von einer ‚Infektionskrankheit‚ ?

In der Zahnmedizin sprechen wir vom Keim Streptokokkus mutans, der nachweislich Karies verursachen kann. ABER: ist es möglich, Bakterien nicht als Hauptgrund für den ‚Loch im Zahn‘ zu betrachten ? Karies als Infektionskrankheit zu bezeichnen, beruht auf der angenommenen Theorie, dass Bakterien selbst Karies verursachen. Bakterien existieren zu jeder Zeit symbiotisch in der Mundhöhle und entwickeln und verändern sich zusammen mit unserem Gesundheitszustand und Essgewohnheiten. Deswegen wird es auch kein Antibiotika, die Bakterien abtöten, jemals Karies heilen.

Die Physiologie des Körpers kann durch das, was wir essen, so verändert werden, dass sich Zahnkaries entwickelt. Der Hypothalamus reguliert über die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und den verschiedenen Hormondrüsen des Körpers. Das heißt, wenn im Hypothalamus Speicheldrüsenhormone freigesetzt werden, gelangt die mineralstoffreiche Flüssigkeit, über die Ohrspeicheldrüse in die Mundhöhle – der Speichelfluss wird angeregt, reinigt und remineralisiert die Zähne. Ist der Fluss aber gestört, führt das mit der Zeit zu dem Verfall der Zähne, der als Karies bekannt ist. Dass die Ohrspeicheldrüse für die Remineralisierung der Zähne verantwortlich ist, könnte erklären, warum ein geringer Teil der Bevölkerung trotz einer mangelhaften Ernährung immun gegenüber Karies sind. Anhand von Studien konnte gezeigt werden, dass Bakterien zwar Säure produzieren, sich aber kein Zusammenhang zwischen der von Bakterien abgegebenen Säure und dem Vorhandensein von Karies feststellen ließ.

Karies wird über Hormone vom Drüsensystem gesteuert und ist von unserer Ernährung abhängig. Es gibt eine dichte Beweiskette, dass die Nahrung, nicht Bakterien, uns die Löcher in den Zähnen beschert. Wenn es tatsächlich Keime sind, die Karies verursachen, dann wird die Menschheit weiter ‚Opfer‘ der Karies sein. Wenn aber die Ernährung als Ursache verstanden wird, dann haben wir es in der Hand, Karies zu heilen und vorzubeugen. Karies als selbständige Erkrankung ist nicht erblich, jedoch die Bereitschaft dazu in Form von schlechten Nahrungsgewohnheiten. Das beliebte Patientenargument, schlechte Zähne lägen eben in der Familie, man könne da nichts machen, ist damit ausgehebelt.

Die Zahngesundheit liegt in deiner Hand. Es wird Zeit, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Bist du bereit, etwas zu tun, um das Schicksal deiner Zähne zum Besseren zu wenden ? Falls ja – Beginne jetzt.

 


 

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Alles Liebe,

Minh

2 Comments

  • Reply
    Karin
    30. November 2016 at 15:22

    Liebe Minh, danke für diese wichtigen Informationen, die ganz Vielen sicher nicht in diesem Mass bekannt sind. Ich stimme dir völlig zu in dem was du sagst, aber es ist in meinem Verständnis ein Teilaspekt eines großen Ganzen.
    Ich denke, es ist von Allem etwas:
    – Bakterielle Einflüsse
    _Ernährung
    -Energetische Aspekte
    -Mentale Aspekte
    -Umweltgifte, Schwermetalle, dentale Rekonstruktionensmaterialien
    Und nun ist die wichtige Aussage deines Posts, dass man mit einer entsprechenden Ernährung langfristig auf ALLE diese Punkte positiv einwirken kann.
    Aber solange wir da noch nicht sind, sollte man dennoch immer noch darüber aufklären, dass die Entfernung von Bakterien
    ( Zahnpflege) oder Vermeidung von Übertragung (Speichel) zu vermeiden.
    Hoffentlich werden immer mehr Menschen bewusst und nehmen ihre Gesundheit und Zahngesundheit in die eigenen Hände!
    Alles Liebe

  • Reply
    Silvia Walther
    2. Januar 2017 at 12:13

    Liebe Minh,
    Danke für deine Erklärung zu Zahnkaries. Ich habe auch schon lange das Gefühl , dass die Ernährung eine große Rolle spielt. Ich gehöre zu den Personen , die seit Jahren eine extrem gründliche Mundhygiene betreibt, von 3bis 4 mal am Tag gründliches Putzen über ausgiebige Mund – Spülungen (Mundduschen) sowie die Verwendung von Zahnseide. Trotzalledem habe ich immer Karies. Der amerikanische Zahnarzt und Ernährungswissenschaftler Weston A. Price hat viele Beweise dafür gebracht , dass die Karies durch falsche Ernährung entstehen. Er hat es bei abgeschiedenen Völkern erforscht , die keine Zähne geputzt haben. Erst als die Zivilationskost Einzug hielt , bekamen diese Menschen Karies. Dazu gibt es viele Studien von ihm , die aber in der Versenkung verschwunden sind. Sein Buch gibt es leider nur auf englisch – „Nutrition and Physical Degeneration : A Comparison of Primitive and Modern Diets and Their Effects“
    Vielleicht kann Christian dazu mal ein Video machen , es ist wirklich sehr interessant.
    Euch Beiden möchte ich nochmal ein herzliches DANKE sagen . Ich schaue mir so gern die Videos an und habe so oft Tränen in den Augen . Ich bewundere eure Ehrlichkeit. So und jetzt gehe ich Laufen , inspiriert durch dich. Du bist ein wunderbarer Mensch .

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