Bewusst Leben/ Gedanken & Gefühle

Minimalistisch leben – Was ist dran am Minimalismus-Hype ?

„Zu viele Leute geben Geld aus, das sie nicht verdient haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen.“

– Will Rogers

 

Warum Minimalismus ?

Minimalistisch leben, entrümpeln, sich reduzieren und damit Dinge entsorgen, die einen belasten –  Ein Ziel des Minimalismus ist es, weniger und vor allem bewusster zu konsumieren. Nicht jeden Trend hinterherlaufen, sondern selbstkritisch entscheiden, was brauche ich wirklich. Im Minimalismus sollte es in erster Linie um das Loslassen der materiellen Dinge gehen, auch von emotionalem Ballast und nicht so sehr um das Loswerden. Wenn ich Dinge für mich selbst losgelassen habe, dann spielt es weniger eine Rolle, ob sie in meinem Haushalt verbleiben oder nicht. Wenn sie mir aber im Weg stehen, fange ich an zu entrümpeln, verkaufen, verschenken, spenden und anderweitig zu entsorgen.

Wenn Minimalismus zu weit geht 

Was passiert, wenn das Entrümpeln immer weiter geht und irgendwann sich alles nur darum dreht, nur noch eine Hose zu besitzen, ein Paar Socken und du dir überlegst, ob drei T-Shirts eins zu viel sind. Macht es deinen Alltag wirklich einfacher ? Minimalismus bedeutet nicht automatisch „weniger ist besser“.  Wird Minimalismus zur Pflicht und zum Zwang, wird zwar aus viel Besitz wenig Besitz, es dreht sich aber nach wie vor alles um Materielles. Hat man es vorher übertrieben mit dem Kaufen, übertreibt man es jetzt mit dem Entrümpeln. Dabei geht es viel mehr um das Gefühl, zu überlegen, was entbehrlich ist und dann mit dem leben, was man wirklich braucht. Wie das für die einzelne Person konkret aussieht, kann natürlich sehr unterschiedlich sein.

Auch du darfst schöne Dinge besitzen und kaufen

Zum Minimalismus gehört es auch, sich an materiellen Dingen zu erfreuen. Es ist natürlich OK, Sachen zu haben und Dinge bewusst zu kaufen, die einen glücklich machen oder das Leben vereinfachen. Es ist schön, wenn du einen Gegenstand nach Monaten und Jahren des Gebrauchs immer noch gerne nutzt und es dir im Alltag als Praktisch erweist. Auch ein bewusster Lebensstil ist verdammt wichtig ! Bewusst essen, noch bewusster einkaufen. Anstatt auf Konsum völlig zu verzichten, geht es viel mehr darum, seinen eigenen Konsum zu hinterfragen, ohne auf Genuss, Mode und Luxus zu verzichten. Aber dabei nicht zu vergessen, dass man eine ökologische und soziale Verantwortung gegenüber der Welt hat.

Kritik am Minimalismus

Es entrümpelt sich leichter, solange man denkt „Notfalls kauf‘ ich es neu“. Nachhaltigkeit sieht jedoch anders aus. Etwas wegzuschmeißen ist leicht, wenn man weiß, dass man es notfalls erneut kaufen kann. Es wird immer dann problematisch, wenn man es übertreibt und den Grundgedanken vergisst, dass Minimalismus für Ruhe, Entspannung und Klarheit sorgt. Wenn aus einer guten Sache, ein Zwang wird, sobald wir uns unter Druck setzen, um möglichst viel Besitz loszuwerden, ist es weder minimalistisch noch nachhaltig.

Menschen, die im Existenzminimum leben

Minimalistisch Leben könnten ja eigentlich nur die,  die die freie Entscheidung haben, zu verzichten. Grundsätzlich ist gegen Minimalismus nichts einzuwenden. Oder für Menschen, die freiwillig so leben wollen. ‚Ärmere‘ Menschen wären hiervon erstmal ausgeschlossen. Menschen, die schon im Existenzminimum leben und gezwungen sind, sich auf das Nötigste zu reduzieren, preisen den Minimalismus hoch an. ‚‚Haste nix – biste was.“ Sie sind auch eine besondere Art von Minimalisten. Minimalisten, die sich nicht mit dem Reduzieren ihres Besitzes beschäftigen.

Dabei stellt sich die Frage: Wie willst du wirklich leben ?


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Alles Liebe,

Minh

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