Ernährung

Mein (etwas anderer) Weg zur veganen Rohkost

Vminh - think less. feel more.


Jede Ernährungsform macht Dich ungesund, wenn Du kein positives Mindset hast!


Mit diesem sehr persönlichen Blogartikel möchte ich Dir meinen Weg zur veganen Rohkost zeigen. Meine eigentlichen Beweggründe teilte ich nur sehr wenigen Menschen mit. Ich war schon immer ein sehr lebensfroher, und -bejahender Mensch, sehr experimentierfreudig und offen für neue Dinge. Schon im Kindesalter besaß ich ein sehr großes Herz für meine Mitmenschen und hatte großes Bedürfnis anderen Menschen Mut zu machen und zu helfen. Gesundheitlich habe ich nie abgebaut. Ich liebe Sport und bin körperlich immer fit gewesen. Ich bewege mich auch heute noch sehr gern und viel.

Körperliche Beschwerden? – Fehlanzeige.


In der Grundschule mochte ich keine Brötchen, weder normales Brot noch Toastbrot. Nach Schulschluss versteckte ich auf dem Heimweg die selbst gemachten Sandwiches meiner Mama immer unter Bäumen und Sträuchern oder an Wiesenrändern. Manchmal verschenkte ich auch mein Essen. Als mein kleiner Bruder auf die Welt kam, füllte ich sogar den Korb des neu gekauften Kinderwagens mit meinen Pausenbroten. Was passierte? Nun ja. Schimmel breitete sich aus. Ein muffig-modriger Geruch von Schimmel verbreitete sich rasant schnell. Uuuuups. Ich bekam natürlich Ärger von meinen Eltern und wurde am nächsten Tag von meiner Grundschullehrerin gezwungen, von nun an mein mitgebrachtes Frühstück immer brav aufzuessen. Autsch!
(Als Kind hatte ich mit Neurodermitis zu kämpfen! Am Hals und an beiden Armbeugen kamen Schubweise heftige Juckreize – über mehrere Jahre hinweg!)
18 Jahre lang ernährte ich mich jeden Abend ausschließlich von gekochtem Reis mit Fleisch, Fisch, oder Tofu, Salate, gedünstetem oder im Wasser gekochten Gemüse, trank sogar das Kochwasser. Ich aß alles, was Mama kochte. Alles, was sie mir kaufte – Tiefkühlpizza für den kleinen Mittagssnack, Hamburger, Schokolade, Chips, Kuchen, Kekse, süße Brotaufstriche, etc. Ich wurde zu einer richtigen Naschkatze und war dem Zucker total verfallen, merkte es lange Zeit nicht. Heute erkenne ich: ich war zuckersüchtig (das ist wiederum anderes Thema). Autsch!
(Nach all den Jahren hatte ich zwar meine Neurodermitis im Griff, aber mit der Zeit entwickelte sich bei mir eine Allergie gegen verschiedene Blütenpollen!)
Nach dem Abitur zog ich nach Leipzig und aß weiterhin alles, was mir schmeckte. Ich machte mir keine Gedanken um meine Gesundheit. Ich hatte Spaß am Essen, Freude am Leben. Mein tägliches Frühstück bestand aus Weizen-, ab und an auch Vollkornprodukten. Es ist doch verrückt, als Kind mochte ich sie nicht essen und im Erwachsenenalter war es einfach normal.  Nach jedem glutenhaltigen und kohlenhydratreichen Essen merkte ich bereits, dass die Müdigkeit und Trägheit wieder schnell einsetzte. Trotzdem war ich nach ein paar Stunden sowohl körperlich, als auch geistig wieder fit. Chronische Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Verstopfung, Verdauungsprobleme, totale Trägheit waren für mich Fremdbegriffe. Ich hatte nie Anzeichen einer Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz.

Kopfschmerzen und Migräne? Kenne ich bis heute nicht.


Allein durch den Sport hielt ich mich immer fit. Ich war nie zu dick oder zu dünn. Schon immer besaß ich einen sportlichen Körper. Als ich mich eines Tages mit Ernährung auseinander setzte, stoß ich auf spezielle Diäten, modische Ernährungsformen. Aus eigenem Interesse probierte ich mich aus und befasste mich immer mehr mit gesunder Ernährung.

 

2014-2015
Verzicht.

Low Carb. Damit fing nun alles an. Ab einem gewissen Zeitpunkt versuchte ich mich so viel wie möglich  von viel Fisch, Meeresfrüchten und Putenbrust zu ernähren. Keine Kohlenhydrate, kein Fett. Viel Eiweiß. Hauptsache eiweißreich! Immer mehr strich ich Lebensmittel aus meinem Ernährungsplan. Ich entschied mich dazu, auch Getreide aus meiner Ernährung wegzulassen. Ich verlor den Fokus auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und wollte nun fortan immer mehr abnehmen. Ich folgte den verbreiteten Schönheitswahn und versuchte, mich dem Schönheitsideal anzupassen:

Um schön zu sein, muss man dünn sein, die Schlüsselbeine müssen deutlich hervortreten, die Beine müssen schlank sein und die Oberschenkel dürfen nicht aneinander reiben.


Ich aß weniger, versuchte krampfhaft mehrere Stunden am Tag Sport zu treiben und merkte nicht, wie es meinem Körper und meinem klaren Verstand schadete. Dazu aß ich widerwillig, konnte das Essen nicht mehr genießen. Ich hatte wirklich Angst davor, zuzunehmen. In der Zeit habe ich keine ungesunden Ausnahmen gemacht. Ich war sehr streng zu mir selbst und habe mir nichts erlaubt.  Ich war ziemlich ausgehungert und bemerkte nicht, wie dünn ich nach nur 2 Monaten geworden bin!
Vminh - think less. feel more.

Be present. Make love. Embrace the world. Be creative. Take chances. Ask questions. Learn. Make mistakes. Know your worth. Love fiercly. Forgive quickly. Let go of what does not make you happy. Grow. Live. Be mindful.

 

Juli 2015
Die Wendung.

Ich bin über den Leipziger Potluck von der Low Carb Ernährung auf die vegane Rohkost gestoßen. Mich faszinierten die Menschen, die über geheilte Krankheiten sprachen, über viele positive Effekte, die sie nach ihrer Ernährungsumstellung gespürt haben. Ich schaute mir diese aus verschiedenen Blickwinkeln an. Ich fing an, mich mehr mit der (roh) veganen Ernährung zu befassen. In einer Welt, in der Gewalt, Macht und Egoismus immer weiter in den Vordergrund rückt, wollte ich so wenig Leid wie nur möglich verursachen und inneren Frieden mit mir selbst schließen. Ich dachte über das oberflächliche Leben nach und beschloss nicht nur auf mich zu achten, sondern auch bewusst meine Umgebung wahrzunehmen, die Mitmenschen, die Natur und alle anderen Lebewesen. Mit der Zeit entwickelte ich wieder eine gesunde Einstellung zum Essen, und lernte, das Essen und Leben wieder zu genießen!
Rohkost Kuchen RAW & VEGAN

Mai 2015. Mein erster Rohkost-Kuchen.

 

2016
Der Neuanfang.

In diesem Jahr startete ich den Selbstversuch und ernährte ich mich vegan, rohköstlich, gluten-, und zuckerfrei. Mehr dazu: Ehrlich und intuitiv essen. Mit der Rohkost schaffte ich es wieder, mein Idealgewicht zu erreichen und liebe meinen Körper wie noch nie zuvor! Ich liebe es, neue Gerichte und Lebensmittel zu entdecken. Ich tauchte in die große Vielfalt der rohköstlichen Ernährung ein und merkte sofort, dass es kein Verzicht bedeutet, sondern eine Erweiterung seines Horizonts, ein Zugewinn von Erfahrung und Wissen.

Seit der Umstellung auf die vegane Rohkost habe ich  …

  • mein Bewusstsein erweitert
  • mich von alten Dogmen befreit
  • selbstlose Liebe entwickelt
  • innere Ruhe und Ausgeglichenheit gefunden
  • alte und fest gefahrene Verhalten- und Denkmuster losgelassen
  • mich von krank machenden Fehlhaltungen und negativen Gedankenmustern befreit.

Außerdem – positive (Neben-) Effekte durch Rohkost:

  • mehr Vitalität
  • gelassene Grundstimmung
  • erhöhte Sensibilität der Sinne
  • stärkt das Immunsystem
  • weniger Schlaf ist nötig
  • jugendliches Aussehen
  • fördert geistige Wachheit
  • geringere Schweißbildung
  • Allergien können verschwinden

Rohkost Ernährung heißt für mich:
Lebensqualität erhöhen, zu sich selbst finden und Krankheiten vorbeugen.


VEGAN Rohkost Buffet

2017
Mein Fazit.

Eine pflanzenbasierte, naturbelassene, gluten- und zuckerfreie Ernährung bildet eine gute Basis für die Gesundheit und für die geistige Entwicklung. Aber noch viel wichtiger als die Ernährung ist eine positive Lebenseinstellung, Denkweise und je mehr wir die Qualitäten der Liebe, wie Respekt, Toleranz, Verständnis, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Großzügigkeit, Güte, Mitgefühl, Demut, Freiheit, Geduld, etc. erkennen, desto gesünder, freier, reicher und glücklicher werden wir.

 Wie hat Dir der Artikel gefallen? Hinterlasse mir doch gern einen Kommentar und erzähle mir von Deinen Erfahrungen. Ich freue mich über regen Austausch!

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Alles Liebe,

Minh

 

 

4 Comments

  • Reply
    Matschin Handstand
    1. Februar 2017 at 13:54

    Ein wunderschöner und super interessanter Artikel! Es ist wirklich war, die Einstellung zu sich selber, dem Leben an sich ist super wichtig. Habe ich selber schon oft festgestellt. Ich ertappe mich immer noch oft wie alte Verhaltensmuster wiederkommen aber sie habe keine große Kontrolle mehr. Und man sollte auf jeden Fall immer offen für neues sein und vieles testen bis man etwas findet was für einen funktioniert. Am besten mit so wenig schlechten Einfluss auf andere Lebewesen.
    Und die Rohkost ist einfach eine super natürliche Lebensweiße die ich auch super finde obwohl ich mich selber nicht komplett Rohkost ernähre. Aber es funktioniert soweit echt gut für mich.Mal sehen wie es sich in der Zukunft entwickelt.

    Vielen Dank für dieses schönen Artikel, hat mich gut zum nachdenken gebracht, mich sehr positiv berührt und es war sehr angenehm ihn zu lesen.
    Ich freu mich schon auf deinen nächsten Artikel ^^

    • Reply
      viet-minh
      5. Februar 2017 at 11:59

      Danke für dein Kommentar. 🙂 Ich wünsche dir alles Liebe!

  • Reply
    Laura Hänke
    2. Februar 2017 at 09:43

    Liebe Minh, was für ein toller, ehrlicher Artikel! Wunderschöne und wahre Gedanken. Ich hoffe, dass du ganz viele Menschen damit erreichst!

    • Reply
      viet-minh
      5. Februar 2017 at 11:57

      Danke liebe Laura! Ich hoffe, dass wir somit ganz viele Menschen erreichenn können <3 Alles Liebe Dir !

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