Gedanken

Unser persönlich-subjektiver Filter

Wir tragen alle unseren eigenen persönlich-subjektiven Filter. Was wollen wir sehen? Was wird gesehen? Wie wollen wir etwas sehen? Unsere Wahrnehmung verändert sich, kann sich jederzeit so schnell verschieben. Wenn du deine rechte Hand hebst, kommt es darauf an, wie dein Gegenüber eingestellt ist. Er kann seine linke Hand heben, dein Spiegelbild sein. Er sieht dich so, wie du dich nach außen zeigst. Was du aussendest. Hebt er seine rechte Hand und stellt sich neben dich, taucht er in deine Welt ein und versucht auf mitfühlender Ebene sie zu verstehen.
Wir haben uns eine Illusion geschaffen.
Wir trugen Anzüge und traten damit in die Öffentlichkeit auf. Egal in welcher Situation wir uns befanden, riefen wir immer dieses von uns noch abgespeicherte Gefühl ab. Im Anzug fanden wir uns sehr anziehend. Nach außen zeigten wir uns glücklich. Haben wir uns schonmal entblößt? Uns nackt gezeigt? Wir legten unseren Anzug niemals ab. Kämen wir sonst überhaupt nicht miteinander aus? Wollten wir etwas Besseres sein. Oder sagen wir – jemand anderes?
Waren wir jemals fähig, unsere Gefühle genau so zum Ausdruck zu bringen, unsere Bedürfnisse jederzeit zeigen zu können, wie wir es uns wünschten? Wir versuchten Unsicherheiten zu verstecken. Wir versuchten uns nicht zu überfordern. Wir schwiegen. Gewohnheiten machten uns stumpf. Wir mussten nicht viel Zeit miteinander verbringen, um einander zu lieben. Dennoch – Wir haben Dinge sein gelassen und gemeinsam wenig bewegt, die unsere Augen hätten mehr zum Glänzen bringen können. Waren wir so sehr von uns selbst überzeugt und von der Idee, die wir liebten, dass wir vergessen haben, was wir eigentlich in der Realität wollten?
Das wirs spiegelt nur meinen inneren Zustand wider. Meine Gedanken. Ganz allein.
„Ich wünsche mir, dass wir alle viele Menschen in unserem Leben haben, die uns guttun. Die uns aufbauen. Die unsere Entwicklung fördern. Die uns unterstützen. Die uns so lieben, wie wir sind. Denn das haben wir verdient. Jeder von uns. Das Gute dabei ist, wir haben Einfluss darauf, mit wem wir zusammen sind und viel wichtiger, wie wir durchs Leben gehen und mit unseren Mitmenschen umgehen.“ – Simon.

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