Gedanken

Wir strebten nach perfekter Gesundheit.

Einmal waren wir kurz davor, alles hinzuschmeißen. Langjährige Erfahrungen, gesunde Ernährung, Disziplin und Willensstärke. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, uns so gesund und naturbelassen wie möglich zu ernähren. Möglichst unverarbeitet. Wir waren an einem Punkt angelangt, an dem wir uns selbst aus den Augen verloren hatten, was es eigentlich bedeutet wirklich gesund zu sein. Damals lernten wir uns alle kennen, mit ähnlichen Intentionen. Wir vertrieben uns die Zeit mit Gesprächen, Bücher lesen, mit kreativen Aktivitäten. Wir trafen uns zu gegebenen Anlässen, aßen, unterhielten uns über einseitige Themen. Wir glaubten, um mehr Freude im Leben zu entwickeln, reicht es aus, Lebensumstände zu verändern, wenn wir endlich den Idealkörper und die perfekte Ernährungsform gefunden haben – ergänzt durch Reinigungen, Fastentage, Detoxkuren etc. und wir verirrten uns. Wir strebten nach perfekter Gesundheit. Ich hatte das Gefühl, dass es nur äußere Veränderungen waren und nicht unser persönliches Glücksempfinden.
Umso schöner ist es jetzt zu sehen, dass wir endlich das genießen, was das Leben an Vorzügen zu bieten hat. Einfach Dinge zu tun, die uns in den Flow führen, die uns Spaß machen und Lebensfreude geben, mehr zu lächeln und gut auf unseren Körper zu achten, ohne jeglichen Perfektionismus auszuüben. Ein Leben im Einklang mit der eigenen inneren Wahrheit. Somit bewegen wir uns bewusst auf ein glücklicheres und zufriedeneres Leben zu und umso schöner is es für mich zu sehen, dass sich unsere Wege nach unbestimmter Zeit unabhängig wieder erneut kreuzen.

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